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Bäume für Sarambwe

Kategorie: Gorilla Journal, Ausgabe 52, Berggorillas, D. R. Kongo, Sarambwe, Schutzmaßnahmen, Erfolge

In der Schule von Kisharu präsentieren die Schüler Setzlinge, die sie herangezogen haben. (© Constantin Batarira)

Das Sarambwe-Reservat wird vom ICCN verwaltet, das mit fünf Wildhütern versucht, die Wilderei zu bekämpfen, die Wege instand zu halten und die Bevölkerung für die Belange des Naturschutzes zu sensibilisieren. Fünf Fährtenleser unterstützen die Wildhüter und bleiben auch in unsicheren Zeiten nach Möglichkeit vor Ort. Die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe finanziert unter anderem die Verpflegung der Patrouillen.

Das Sarambwe-Reservat beheimatet eine artenreiche Tierwelt, darunter zahlreiche Primaten: Berggorillas, Schimpansen, Paviane, Diademmeerkatzen, Mantelaffen und Kongo-Weißnasenmeerkatzen. Eine große Bedrohung für das Reservat ist das illegale Fällen von Bäumen zur Herstellung von Holzkohle, die in den Städten verkauft wird. Um den Wald zu schützen, wurde 2010 ein Baumpflanzprojekt gestartet. Aktuell hat das Projekt zwei Schwerpunkte: die Erhaltung des bestehenden Walds und die Vergrößerung der Fläche, auf der Bäume gepflanzt werden. Nach den Erfolgen am Mt. Tshiaberimu mit dem Anbau von Passionsfrüchten (Maracuja) wurde damit auch in Sarambwe begonnen. Die Pflanzen benötigen größere Bäume als Stütze, somit können diese nicht gefällt werden und die teilnehmenden Familien erhalten eine alternative Einkommensquelle. Die Frauen der Fährtenleser haben damit begonnen, die Pflanzen anzuzüchten, und bisher 33 723 Setzlinge gezogen, von denen bereits 9723 ausgepflanzt wurden. Damit konnten 21 ha Wald geschützt werden. Außerdem haben die Frauen Eukalyptusbäume herangezogen, von denen bisher 30 000 ausgepflanzt wurden. Wenn alle 50 000 Pflanzen verteilt sind, wird eine Fläche von 31,25 ha genutzt.

Zwei Schulen - das Institut für Landwirtschaft und Pädagogik und die Grundschule in Kisharu - haben sich dem Projekt angeschlossen; die Ergebnisse des Baumschulprogramms werden im Mai vorliegen. Nach Schätzungen könnten mit diesen Maßnahmen 94 ha mit Bäumen bepflanzt und 63 ha bestehender Wald geschützt werden.

Claude Sikubwabo Kiyengo