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Kahuzi-Biega-Verwaltungsrat

Kategorie: Gorilla Journal, Ausgabe 46, D. R. Kongo, Grauergorillas, Kahuzi-Biega, Schutzmaßnahmen
Versammlung zur Unterzeichnung der Erklärung

Versammlung zur Unterzeichnung der Erklärung (© Radar Birhashirwa Nishuli)

In den Nachbargemeinden  des Kahuzi-Biega-Nationalparks ist eine gute Kooperation unter kompetenter Leitung, die alle Beteiligten einbezieht, für den Gorillaschutz unerlässlich. Dazu hat der Park nach der Einrichtung eines lokalen Schutzkomitees (CCC) im Jahr 2000 kürzlich eine weitere Etappe genommen: die Gründung eines Verwaltungsrats (CGCC) für das Schutzkomitee, der für den Verwaltungsbezirk zuständig ist und dem etwa 30 Personen angehören. Am 15. März 2013 unterzeichneten der traditionelle Chef des Gebiets (chefferie) von Kabare, der Gebietsverwalter, 14 Vertreter der Gemeinden, 6 Vertreter des lokalen Schutzkomitees sowie je ein Vertreter aus 7 verschiedenen Interessengruppen eine gemeinsame Verpflichtungserklärung.

Als Organ zur Entwicklungsförderung und zum nachhaltigen Management der Ökosysteme des Parks und seiner Umgebung soll der CGCC entscheiden, wie viel der Hilfsmittel wo eingesetzt werden. So können die Einwohner der verschiedenen Orte auf Vorschlag des CGCC über einen lokalen Entwicklungsplan, der von allen Beteiligten erarbeitet und auf die Bedürfnisse des gesamten Gebiets abgestimmt werden soll, Hilfe bei der sozialen Infrastruktur (Schulen, Gesundheitszentren, Wasserversorgung, landwirtschaftliche Zufahrtsstraßen, Wiederaufforstung) oder bei der Generierung von Einnahmen erhalten.

In seiner Ansprache sagte der Mwami von Kabare, Rugemaninzi II N’abushi: "Der Kahuzi-Biega-Nationalpark gehört zu den Schätzen der Provinz Süd-Kivu, auf die sie stolz ist - wegen der Artenvielfalt des Parks, wegen der Gorillas, die viele Touristen anziehen, vor allem aber wegen seines wichtigen Beitrags im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn der Treibhauseffekt ist eine ernste Bedrohung für die Menschheit. Unser Erbe müssen wir, jeder Einzelne, schützen, damit wir und künftige Generationen überleben können. Der Prozess, den wir heute beginnen, soll die Bevölkerung zu versierten und erfahrenen Verteidigern des Parks machen."

Bei den kommenden Treffen sollen die Gemeinden Vorschläge zum Schutz des Parks einbringen. An den Sitzungen nehmen auch die Partner des Parks teil. Danach soll ein lokaler Entwicklungsplan ausgearbeitet werden.

Radar Birhashirwa Nishuli