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Fischzucht am Mt. Tshiaberimu

Kategorie: Gorilla Journal, Ausgabe 52, Grauergorillas, D. R. Kongo, Mt. Tshiaberimu, Schutzmaßnahmen, Erfolge

Fischteiche in Kitevya (© André Katembo)

Nach dem Erfolg des Projekts zur Anzucht von Maracujapflanzen am Mt. Tshiaberimu wurde jetzt mit einem Programm zur Fischzucht begonnen. Die Menschen der Region leben von der Landwirtschaft. Um ihren Proteinbedarf zu decken, halten sie Hühner oder Kaninchen, aber die illegale Jagd auf Wildtiere spielt immer noch eine große Rolle. Mit Fallen werden Ducker, Waldschweine und Hamsterratten gefangen. Leider geraten auch immer wieder Gorillas in die Fallen.

Die Einführung der Fischzucht stellt eine Möglichkeit dar, die Wilderei zu reduzieren und den Menschen eine alternative Proteinquelle zur Verfügung zu stellen. Das Fischzucht-Projekt umfasst folgende Punkte:

 

  •   Schulung der Bevölkerung in der Aufzucht von Fischen (Buntbarschen),
  •   Anleitung zum Anlegen und zur Pflege eines Fischteichs,
  •   Anlegen von sechs Pilotteichen mit Fischbrut,
  •   Begleiten des Projekts bis zum Fang und der Verteilung der Fische.

Die Schulung von 15 Fischzüchtern aus 4 Gemeinden fand im Juli 2015 in Vurusi statt. Zwischen September und November 2015 wurden die sechs Pilotteiche angelegt und Fischbrut eingebracht. Die Fische gedeihen gut und ein erster Fangversuch ist für Juni 2016 geplant. Im September 2016 werden die Fische so weit sein, dass sie gefangen und verteilt werden können.

Begleitend wurde im September 2015 und im Januar 2016 eine Sensibilisierungskampagne für die Bevölkerung durchgeführt. Zahlreiche Familien interessierten sich für das Projekt und legten mit Anleitung gemeinsam weitere Fischteiche an:

 

  •   In Kitevya entstanden zwei Pilotteiche und 37 Familienteiche, 5 weitere sind geplant.
  •   In Kasimbi gab es neun Teiche, leider wurden drei von einem Erdrutsch zerstört.
  •   In Vulambo wurden insgesamt 15 Teiche angelegt. Ein weiterer, großer Teich soll folgen, die Arbeiten daran wurden aber wegen eines Streits um den Landbesitz gestoppt.
  •   In Vurusi gibt es aktuell 5 Teiche, in die bereits die Fischbrut eingebracht wurde.

Im September wird sich zeigen, ob die Fischzucht erfolgreich war und wie die Bevölkerung am Mt. Tshiaberimu davon profitieren kann.

Claude Sikubwabo Kiyengo

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