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Nachruf auf Ndahura und Isabukuru

Kategorie: Ausgabe 54, Berggorillas, Vulkan-Nationalpark, Bwindi, Gorillagruppen

Ndahura, Leiter der Bitukura-Gruppe, ist auf tragische Weise gestorben. (© mondberge.com/Andreas Klotz)

Am Morgen des 18. Dezember 2016 starb der 28-jährige Silberrückenmann Ndahura, der Leiter der Bitukura-Gruppe, im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark ganz unerwartet. Während er auf einem hohen Baum Früchte aß, brach der Ast, sodass er in die Tiefe stürzte. Er konnte den Fall nicht abfangen, und noch dazu fiel ein Ast auf ihn. Ndahura hatte große Mühe, sich aufzusetzen, nachdem Fährtenleser den Ast entfernt hatten, und sein Zustand verschlechterte sich rasch. Etwa eine halbe Stunde nach seinem Sturz starb er infolge des schweren Traumas. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Silberrücken keine Gesundheitsprobleme.

Nur wenige Monate später, am 26. März 2017, wurde der 24-jährige Isabukuru im ruandischen Vulkan-Nationalpark tot aufgefunden. Er hatte bereits seit längerer Zeit immer wieder gegen Durchfall gekämpft. In seinen letzten Monaten verschlechterte sich sein Zustand, daher wurde er tierärztlich behandelt. Am 24. März untersuchte ihn das Team der Gorilla Doctors, er erhielt Antibiotika, Antiparasitenmittel, Vitamine und Flüssigkeit. Trotz aller Bemühungen wurde der kranke Silberrücken schließlich von seiner Gruppe zurückgelassen und zwei Tage später tot aufgefunden. Die Obduktion zeigte eine schwere Schädigung des Magen-Darm-Trakts.

Die Geschichte Isabukurus, eines eindrucksvollen Silberrückens, ist in mehrerlei Hinsicht besonders: Der Halbbruder des legendären Cantsbee kümmerte sich liebevoll um mehrere von ihren Müttern verlassene Jungtiere seiner Gruppe. 2007 setzte er sich von der durch Cantsbee geführten Gruppe ab und gründete mit nur 14 Jahren erfolgreich seine eigene Gruppe.

Nach Isabukurus Ableben kam es zu einer bisher reibungslosen und friedlichen Übernahme durch Kubaha, den zweiten Silberrücken. Auch er kümmert sich nun um die drei jungen Gorillas, die von Isabukuru "adoptiert" wurden.

Nach Meldungen der Gorilla Doctors und des Dian Fossey Gorilla Fund

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