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Neues aus Kahuzi-Biega 2009

Kategorie: Gorilla Journal, Ausgabe 39, D. R. Kongo, Grauergorillas, Gorillagruppen, Kahuzi-Biega, Tourismus
Enthüllung der Gorillastatue mit dem Vizegouverneur von Südkivu, Jean Claude Kibala (4. von links)

Enthüllung der Gorillastatue mit dem Vizegouverneur von Südkivu, Jean Claude Kibala (4. von links) (© Radar Nishuli/Parc National de Kahuzi-Biega)

Nach dem Tod der beiden Silberrückenmänner Mufanzala und Birindwa versuchen die Wildhüter des Kahuzi-Biega-Nationalparks den Kontakt zu den beiden Gorillagruppen nicht abreißen zu lassen und über das Schicksal der Familien auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn der dominante Silberrücken stirbt, besteht immer die Gefahr, dass die Gruppe sich auflöst.

Mufanzala starb am 26. März 2009 an einem Leberabszess. Die Familie hält sich seither im gleichen Gebiet auf wie zu Lebzeiten des Silberrückens. Ein junger Silberrückenmann versucht nun, die Führung der Familie zu übernehmen; allerdings verschwinden einige Gorillafrauen gelegentlich für 3 bis 4 Tage, um anschließend wieder zur Gruppe zurückzukehren.

In der Birindwa-Familie hat nach dem Tod von Birindwa (wahrscheinlich an Altersschwäche) am 30. Mai 2009 ein fremder Silberrückenmann die Gruppe übernommen, der nicht an Menschen gewöhnt war. Leider akzeptieren die Gruppenmitglieder die Anwesenheit der Wildhüter nun immer weniger, da ihr Leiter bei Begegnungen mit Menschen Drohverhalten zeigt und die Frauen dazu drängt, zu fliehen und sich zu verstecken.

Die Bemühungen der Regierung, Frieden in der Region Kivu zu schaffen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln, gehen voran. Die Parkverwaltung trägt ihren Teil dazu bei, indem sie versucht, einen verantwortungsbewussten Tourismus im Kahuzi-Biega-Nationalpark zu etablieren. In diesem Zusammenhang fand am 27. September in Tshivanga ein Treffen der Verwaltungsbehörden, der traditionellen Chefs und der Vertreter des Staates statt, bei dem den Besuchern die Sehenswürdigkeiten des Parks gezeigt wurden. Jean Claude Kibala, Vize-Gouverneur der Provinz, nutzte das Treffen, um bei den Verantwortlichen Interesse für den Schutz des Kahuzi-Biega-Parks zu wecken. Er machte klar, wie der Gorillatourismus als Einnahmequelle zum Wiederaufbau und zur Entwicklung der Region beitragen kann.

Die Gelegenheit wurde auch genutzt, um zum Jahr des Gorillas 2009 eine Gorillastatue am Eingang des Parks feierlich zu enthüllen.


Radar Birhashirwa Nishuli

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